Über mich
Ein ziemlich gerader Weg war es nicht
Musik, Journalismus, Schule, Unternehmertum, internationales Management, Unternehmenskommunikation, Künstliche Intelligenz – und zwischendurch mehrere Jahre Bangkok. Als klassische Karriereplanung taugt mein Lebenslauf nur bedingt. Das war allerdings auch nie mein Maßstab. Ich habe mir die Freiheit genommen, beruflich den Dingen zu folgen, die mich interessieren und bei denen ich etwas Neues lernen kann.
Im Rückblick gibt es dennoch einen ziemlich deutlichen roten Faden: Ich möchte Dinge verstehen, Zusammenhänge erkennen und dieses Verständnis vermitteln. Und ich übernehme gern Verantwortung dafür, dass aus Erkenntnis irgendwann auch eine Entscheidung und aus einer Entscheidung etwas Konkretes wird.
Mein Berufsleben begann mit der Musik. Ich studierte Kirchenmusik und Musik mit Orgel als Hauptfach und Klavier als weiterem Schwerpunkt. Zum Kirchenmusikstudium gehörten auch Chorleitung und Dirigieren. Wer vor einem Chor oder Orchester steht, muss zuhören und führen, unterschiedliche Fähigkeiten zusammenbringen und eine Vorstellung davon vermitteln, wo es gemeinsam hingehen soll. Am Ende muss jemand den Einsatz geben.
Verstehen und vermitteln
Mit der journalistischen Ausbildung bei der Motor Presse Stuttgart kam ein zweites Fundament hinzu. Als Redakteur, freier Journalist und Autor lernte ich zu recherchieren, die richtigen Fragen zu stellen und komplexe Sachverhalte so weit zu durchdringen, dass man sie anderen verständlich erklären kann. Dieses journalistische Denken prägt meine Arbeit bis heute.
Komplexität zu reduzieren ist leicht. Die Kunst besteht darin, sie verständlich zu machen, ohne sie dabei zu verfälschen.
Den Journalismus habe ich nie ganz verlassen. Bis heute schreibe ich insbesondere über Luftfahrt und Technik. Als Privatpilot kann ich dabei manches nicht nur recherchieren, sondern selbst ausprobieren und beurteilen.
Zu meinem Berufsweg gehören außerdem mehrere Jahre im Ausland, das Unterrichten ebenso wie die Gründung und Führung eigener Unternehmen. Ein MBA in International Management (Dual Award), den ich in Berlin und Cambridge absolvierte, ergänzte später die praktische Erfahrung um Strategie, Märkte, Finanzen und Organisation.
Die unterschiedlichen Rollen haben mir auch gezeigt, was mir liegt: Menschen und Themen zusammenzubringen, Orientierung zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen. Führung bedeutet für mich nicht, auf alles eine Antwort zu haben. Sie bedeutet, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, eine Entscheidung zu treffen – und für diese Entscheidung auch einzustehen. Nicht zu entscheiden ist schließlich meistens ebenfalls eine Entscheidung, nur selten eine besonders gute.
Kommunikation und neue Technologien
Heute arbeite ich in der Unternehmenskommunikation und als Pressesprecher bei ENERTRAG. Dort beschäftige ich mich mit Themen an der Schnittstelle von Energie, Technologie, Wirtschaft und Politik. Auch hier beginnt gute Kommunikation für mich nicht mit einer möglichst geschickten Formulierung. Sie beginnt damit, einen Gegenstand und die unterschiedlichen Interessen und Perspektiven zu verstehen. Erst dann kommen die Worte.
Ähnlich betrachte ich Künstliche Intelligenz. Mich interessiert weniger, was ein neues Modell in einer beeindruckenden Demonstration kann, sondern was davon im Arbeitsalltag tatsächlich nützlich ist. Wo werden Prozesse besser? Wo gewinnen wir Zeit? Wo steigt die Qualität – und wo produzieren wir lediglich schneller mehr Mittelmaß?
Neugierig geblieben
Vielleicht erklärt das, warum mich sehr unterschiedliche Dinge beschäftigen können: eine Bach-Fuge ebenso wie ein neues KI-Modell, ein technisches Detail im Flugzeug ebenso wie eine strategische Frage der Energiewende. Ich spiele Klavier, fliege als Privatpilot und beschäftige mich ausgesprochen gern mit Dingen, die ich noch nicht vollständig verstanden habe.
Mein Lebenslauf ist deshalb vielleicht weniger geradlinig als andere. Für mich war das nie ein Nachteil. Ich habe unterschiedliche Welten kennengelernt, manches ausprobiert, einiges wieder verlassen und dabei ziemlich gut herausgefunden, was ich kann – und auch, was mir weniger liegt.
Zwei Dinge sind jedenfalls geblieben: Ich bin neugierig. Und wenn etwas getan werden muss, übernehme ich gern Verantwortung dafür.
